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Kommentar
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Wer die Regeln kennt, lässt sich nicht unter Druck setzen

KI-generiertes Bild im Stil des "Disaster Girl"-Memes — ruhiges Lächeln im Vordergrund, brennendes Haus im Hintergrund

KI-generiertes Bild.

Diese Woche hat das ZDF eine Stelle aus einer Sendung über Elon Musk entfernt, einen Korrekturhinweis gesetzt und eine Unterlassungserklärung unterschrieben.

Warum? Der Beitrag hatte ihm etwas in den Mund gelegt, das er so nicht gesagt hatte. Und: Joachim Nikolaus Steinhöfel zwang den Sender, schnell zu reagieren.

Die meisten Unternehmer kennen diese Spielregeln nicht. Ich sehe das immer wieder:

  • Eine Frist um 15 Uhr wird hingenommen, als wäre sie ein Gesetz. Dabei lässt sich über fast jede Frist reden.
  • Eine falsche Tatsachenbehauptung oder ein Foto aus dem Zusammenhang wird geschluckt, weil "man gegen die Presse eh nichts machen kann". Kann man doch.
  • Auf eine suggestive Frage wird voreilig geantwortet, statt die Prämisse zu korrigieren, bevor sie gedruckt ist.
  • "Kein Kommentar" wird gesagt, weil niemand die dritte, vierte, fünfte Option kennt.

Ein Journalist macht das hundert Mal im Jahr. Der Unternehmer vielleicht das erste Mal seines Lebens — und meistens an einem schlechten Tag, unter Zeitdruck, mit halbem Team im Urlaub.

Dieses Ungleichgewicht gleicht niemand aus, der die Regeln erst googelt, während die Redaktion schon auf Sendung ist.

Dafür gibt es Kommunikationsprofis. Nicht, um Journalisten auszutricksen, sondern um zu wissen, was wirklich auf dem Tisch liegt: welche Rechte, welcher Spielraum, welche Frist verhandelbar ist und welche nicht.

Wer die Regeln kennt, lässt sich nicht unter Druck setzen. So viel zu "PR? Um Gottes Willen" — Teil 2 folgt ;)